Berufswegeplanspiel an der OPS
Alle Beteiligten waren sich einig, dass das sogenannte Berufswegeplanspiel für alle Schüler*innen der 9. Klassen der Real- und Gemeinschaftsschule der OPS ein voller Erfolg war und unbedingt im kommenden Jahr wiederholt werden sollte.
Doch was verbirgt sich hinter dem etwas sperrigen Namen Berufswegeplanspiel?
Die qualifizierte Begleitung der Schüler*innen auf dem Weg von der Schule in den Beruf haben sich OPS gemeinsam mit der Jobbrücke zur Aufgabe gemacht. Ein Berufswegeplanspiel simuliert unter Mitwirkung von Personalverantwortlichen ein „echtes“ Bewerbungsgespräch für die Schüler*innen.
Zahlreiche Vertreter*innen von Firmen aus Freiberg, Pleidelsheim und Ludwigsburg- mehrheitlich Mitgliedsfirmen der Freiberger Jobbrücke – haben sich dankenswerter Weise an diesem Nachmittag Zeit genommen und ermöglichten den Schüler*innen eine realistische Erfahrung durch solche simulierten Bewerbungsgespräche.

Teilnehmer*innen und Organisator*innen mit Bürgermeister Hambach (Foto: privat)
Jeder der ca. 130 Schüler*innen hatte Gelegenheit, bis zu drei unterschiedliche etwa 15-minütige Vorstellungsgespräche zu führen. Für die Schüler*innen eine aufregende Angelegenheit. Ordentlich gekleidet, mit ihren Unterlagen bestückt kamen sie zum Checkpoint, wo sie die Namen der Firmen für das erste Gespräch auf dem vorbereiteten Laufzettel erhielten. In den umliegenden Klassenzimmern trafen sie auf die Firmenvertreter*innen zum Bewerbungsgespräch. Vorstellung, Auftreten, Körpersprache, das Gespräch über die angestrebte Ausbildung sowie die mitgebrachten Bewerbungsunterlagen wurden von den Personalverantwortlichen bewertet und direkt Verbesserungspotenziale aufgezeigt. Lina und Mona aus der R9b zeigten sich danach sehr zufrieden und berichteten, dass sie gute Tipps bekommen haben. Samit aus der LG 9 der GMS fand es sehr gut, dass er Alternativen zum gewünschten Beruf aufgezeigt bekam.
Auf den Weg gebracht wurde das Planspiel vom Schulleiter der Abteilung Realschule Timo Kuschnier zusammen mit der Abteilung Gemeinschaftsschule unter Leitung von Michael Marek. In enger Zusammenarbeit mit der Jobbrücke wurde ein Projekt bei der Bundesagentur für Arbeit Ludwigsburg zur Durchführung und anteiligen Finanzierung von Referent*innen des Bildungsinstituts Konzept AG aus Asperg beantragt und genehmigt. Den weiteren Finanzierungsbeitrag leisteten Förderzusagen des Jobbrücke-Hauptsponsors Stiftung Jugend, Arbeit und Soziales der Kreissparkasse Ludwigsburg.
Seit Oktober letzten Jahres kamen Heidi Heinzmann-Neumann und Bärbel Ruof von der Konzept AG regelmäßig in den Unterricht und bereiteten die Klassen umfangreich auf den Weg zum Beruf vor. Inhalte der Vorbereitung waren beispielsweise Stärken- und Schwächenanalysen, Berufsfelderkundung, Erstellen von Bewerbungen oder die Simulation eines Einstellungstests.
Die Bandbreite der Wünsche für die Zukunft der SchülerInnen ist groß. Viele streben den Besuch eines weiterführenden Gymnasiums bzw. eines Berufskollegs an und wollen studieren, wobei Leistungsbereitschaft und Notenlage mancher Schüler nicht unbedingt den hierfür erforderlichen Ansprüchen genügen. Genau hier liegt eine Zielsetzung des Berufswegeplanspiels wie Timo Kuschnier betonte. Den Jugendlichen wurden die unzähligen praxisnahen und abwechslungsreichen Berufsmöglichkeiten der örtlichen Firmen aufgezeigt und vermittelt, dass auch mit weniger tollen Noten eine interessante Ausbildung im Handwerk oder im kaufmännischen Bereich möglich ist.
Die Jugendlichen können sich mit den Erfahrungen aus dem Berufswegeplanspiel jetzt mehrheitlich gut gerüstet in die anstehenden Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz oder einen Platz an einer weiterführenden Schule im Herbst 2026 begeben. Ergänzend haben sich auch einige Schüler*innen bereits Unterstützung durch einen Paten oder eine Patin der Jobbrücke in der kürzlich begonnenen Betreuungsstaffel 17 gesichert.
Den Abschluss des Tages bildete eine Feedbackrunde der Firmenvertreter*innen und Organisator*innen unter Leitung der beiden Schulleiter. Neben einigen Optimierungsvorschlägen für eine kommende Veranstaltung sprachen die Personalverantwortlichen großes Lob aus. Der Austausch mit den sehr interessierten Jugendlichen ist wichtig und wertvoll. Das Engagement für die Zukunft der Jugendlichen und die große Motivation zur Unterstützung wurden in zahlreichen Wortmeldungen zum Ausdruck gebracht. Wieder einmal hat sich die gute Zusammenarbeit zwischen OPS und Jobbrücke mit ihren zahlreichen Mitgliedsfirmen bewährt.
Diese Firmen aus Freiberg, Pleidelsheim und Ludwigsburg nahmen am Berufswegeplanspiel teil: Daiss Versicherungsmakler, Fink Elektro Service, Gemeinde Pleidelsheim, HERCO Wassertechnik, Kemmler Elektronik, Kreissparkasse Ludwigsburg, Mesto Spritzenfabrik Ernst tockburger, Metzger Elektrotechnik, Optik Flegl, ProLog Automation, Raff & Grund, Rendle Sanitärtechnik, Schweitzer Chemie, Sommer, Stadt Freiberg, Syna, Teamtechnik Maschinen und Anlagen, VR-Bank Ludwigsburg, Werner Mitschele.
Karin Hummel